Ergebnisse aller Veranstaltungen

Ergebnisse des Bayerischen Schülercups 2017

Gute Stimmung trotz Herbstwetter

  1. Springen des Bayerischen Schülercups auf den Kreuzbergschanzen

 

Haselbach // Das Rhöner Wetter zeigte sich nicht von seiner schönsten Seite, den Skispringern schien das aber nichts auszumachen. Der Satz „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung“ war öfter zu hören. Der Wettkampfleiter der zweiten Veranstaltung des Bayerischen Schülercups  2017/2018 (BSC) auf den Kreuzbergschanzen André Eichel freute sich gar, dass die Wettervorhersage, die zu Wochenmitte noch Sturm voraus gesagt hatte, nicht zutraf, mit etwas Nieselregen kamen die Skispringer problemlos klar.

Der Trainer der Rhönadler Maximilian Lange springt auch lieber bei kühleren Temperaturen, als bei Sommerhitze, scheinbar auch seine Schützlinge, die – wie bereits im ersten Wettkampf des BSC – konstante Leistungen zeigten.

Janis Kansog (WSV Oberweißenbrunn) konnte seinen ersten Platz im Sprungwettkampf/Klasse S9 festigen, zeigte bei der Landung auf der K16 souverän einen perfekten Telemark und durfte mit 208 Punkten vor Timo Häfner vom SC Bischofsgrün (203 Punkte) und Ben Horvath (SC Partenkirchen/189 Punkte) aufs Siegertreppchen steigen.

Über Marlene Günthers Leistungen (WSV) freute sich der Trainer Lange ebenfalls, da auch sie schon technisch schöne Sprünge zeigte, obwohl sie erst seit einem Jahr zu den Skispringern gehört. Beim anschließenden Lauf auf sehr matschiger Strecke zeigte sie eine starke Leistung und konnte sich um einen Platz verbessern.

Tim Dickas (RWV Haselbach) flog mit 209 Punkten auf den zweiten Platz hinter Bastian Schmid (WSV-DJK Rastbüchel/220 Punkte) und vor Haile Göpfert (WSV Reit im Winkl/195 Punkte)

Franz Eisenmann (WSV Oberweißenbrunn) zeigte im Wettkampf – nach durchwachsenen Sprungleistungen im Training – was er wirklich kann und schaffte mit 207 Punkten den 2. Platz hinter Alois Wegmann (SC Oberstdorf), der mit 210 Punkte gerade einmal drei Zähler vorne lag. Eisenmann konnte im Lauf seinen Platz behaupten, musste sich hier dem starken Läufer Alois Wegmann (SC Oberstdorf) geschlagen geben, der sich von Platz vier im Sprunglauf auf Platz eins im Laufen verbessern konnte.

Auch die jüngsten Rhöner Skiadler kamen zum Einsatz, Amelie und Louis von Rosen durften auf der K16 als Vorspringer starten. Ihr Trainer Lange freute sich über Amelies erste Sprünge von dieser Schanze, bisher war sie nur auf dem sogenannten Schnullerbakken (K5) gestartet.

 

Für die beiden ausrichtenden Vereine WSV Oberweißenbrunn und RWV Haselbach kann die Veranstaltung eindeutig als Erfolg gewertet werden. 97 Sportler hatten sich im Vorfeld angemeldet, von denen 91 am Wettkampf teilnahmen. Der WSV zeigte sich für die Laufstrecke verantwortlich, die aufgrund des  häufigen Nieselregens der beiden Wettkampftage matschig und somit als schwierig eingestuft wurde. Ein Teil der sehr matschigen Streckenabschnitte wurde mit Stroh eingestreut, dennoch kamen einige Läufer ins Rutschen. Die Bergwachtleute hatten sich vorsichtshalber schon hier postiert, hatten aber  keinen Einsatz zu verzeichnen.

Die Siegerehrung zogen die Veranstalter sehr zügig durch und schlossen die Veranstaltung ab, bevor der Regen stärker wurde.

 

 

 

 

 

Ergebnisse des 14. Kloster Kreuzberg Pokals 2017

 

Neuer Schanzenrekord durch Seokjae Hwang

  1. Kloster Kreuzbergpokal

 

Haselbach/Kreuzberg (ara)Zum Wettkampf auf den Kreuzbergschanzen war diesmal mit 30 Teilnehmern eine recht kleine Truppe von Skispringern angetreten. Da es drei Wertungsdurchgänge gab, kamen die zahlreich erschienenen Zuschauer dennoch auf ihre Kosten, zumal ein neuer Sommer-Schanzenrekord aufgestellt wurde.

Seokjae Hwang, ein junger Südkoreaner, der in Deutschland lebt und für den WSV Brotterode startet, landete bei seinem zweiten Sprung mit einer Spitzenweite von 55,5 m. Ein plötzlich einsetzender leichter Aufwind begünstigte den Sprung und – für die Zuschauer sehr spektakulär – stieß der 16-jährige Sportler aus Asien mitten im Sprung einen lauten Schrei aus.

Auf Nachfrage erklärte  Seokjae Hwang hinterher, dass er aufgrund des Aufwindes plötzlich richtig Angst bekommen hätte. „Aber im nächsten Jahr komme ich wieder und dann will ich noch ein bisschen besser sein“,  erklärte er ernsthaft, um dann einen wohlverdienten Schluck Klosterbier zu trinken.

Unter den Teilnehmern aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, dem Norddeutschen und dem Westdeutschen Skiverband fanden sich natürlich auch die Rhönadler, die mit einer großen Mannschaft, bestehend aus Amelie von Rosen, Conrad Vorndran, Janis Kansog, Louis von Rosen, Tim Dickas, Marlene Günther, Franz Eisenmann und Maximilian Lange  angetreten waren.

Franz  Eisenmann erreichte in seiner Klasse mit seinem weitesten Sprung von 50 Metern und einer Gesamtnote von 222 Punkten souverän den ersten Platz.

Walter Gräf vom Tabarzer SV hielt den Rekord, mit 73 Jahren als ältester Starter am Wettkampf teilzunehmen. Er kommt immer wieder gerne zu den Kreuzbergschanzen, eigentlich müsste er hierher zum Trainieren kommen, meinte er schmunzelnd, die Anreise sei sogar etwas kürzer, als die zu den Schanzen  seines Heimatvereines.

 

Der Vorsitzende des ausrichtenden Vereines RWV Haselbach Michael Beer fungierte auch als Schanzensprecher und feuerte die Zuschauer an, mit einem lauten „Zieh“ die Sprünge der Sportler zu begleiten.

Er freute sich, wie er betonte, zum ersten Mal in seiner Funktion als Vorsitzender auch einen Vertreter des Namensgebers der Veranstaltung begrüßen zu können.

Der Guardian des Klosters Kreuzberg Pater Martin Domogalla ist selbst ein begeisterter Wintersportler, wie er erklärte, doch habe er noch nie einem Sprungwettbewerb beigewohnt, darum hatte er diesen Nachmittag auch sehr genossen und kam der Aufforderung Beers gerne nach, bei der Pokalübergabe mitzuwirken. Domogalla wurde von Beer auf des Siegerpodest gebeten, wo er einen Poklal überreicht bekam, „für den ich einen Ehrenplatz in meiner Klosterzelle finden werde“.

Ebenso wie die Sportler sprang er vom Podest und nahm die Telemarkhaltung ein,  wie es die Skispringer bei der Landung tun.

 

 

Homologierung der Kreuzbergschanzen

Am Rande des Kloster Kreuzbergpokales wurden auch wichtige Formalitäten erledigt. Rolf Feuchtenberger aus Bayreuth nahm für den Deutschen Skiverband DSV die Homologierung der Schanzenanlage vor, was quasi einer TÜV-Abnahme entspricht. Das wird in einem Zertifikat des DSV festgehalten, welches  wieder für die nächsten fünf Jahre gültig ist.

Feuchtenberger stellte als sehr positiv heraus, dass alle Beanstandungen von der  letzten Abnahme ausnahmslos und bestens beseitigt wurden. Koordination und Durchführung der Arbeiten wurden und werden stets unter der Regie des Schanzenwartes des RWV Hans Beck erledigt.